Sportverletzungen

Physiotherapie

Sport­verletzungen

Schmerzfrei ist nicht dasselbe wie belastbar. Wir begleiten dich durch die Heilung und weiter bis zurück in die Bewegung, die du vorher gemacht hast.

Alex Lutz begleitet eine Übung auf der Trainingsmatte
Kennst du das?

Wenn heil noch nicht bereit heißt

Nach einer Verletzung zählst du die Tage bis zur Rückkehr. Dann ist es so weit, der Schmerz ist weg und die Therapie ist abgeschlossen. Nur das Gefühl im Körper sagt etwas anderes.

Dieses Zögern ist oft ein ehrliches Signal dafür, dass Kraft und Kontrolle noch nicht so weit sind wie das Gewebe.

  • Schmerzfrei bist du schon, aber du traust der Stelle noch nicht
  • Die Therapie ist vorbei und der nächste Wettkampf steht an
  • Beim Antritt, Springen oder Abbremsen zögerst du
  • Die verletzte Seite fühlt sich schwächer an als die andere
  • Niemand kann dir sagen, wann du wieder voll trainieren darfst
  • Dieselbe Stelle hat sich schon einmal verletzt
  • Der Kalender sagt „fertig“, dein Gefühl sagt etwas anderes
Ausgangslage

Die Lücke zwischen heil und einsatzbereit

Nach einer Verletzung folgt meist eine gut betreute erste Phase mit Entlastung, Behandlung und langsamer Rückkehr in Bewegung. Irgendwann tut nichts mehr weh und damit endet die Therapie häufig.

Genau dort beginnt aber die Phase, in der die meisten Rückschläge entstehen. Gewebe heilt schneller, als Kraft und Koordination zurückkommen. Wer in dem Moment wieder voll einsteigt, in dem der Schmerz weg ist, kehrt mit weniger Reserve zurück, als er vor der Verletzung hatte.

Diese Lücke schließen wir mit dir auf der Trainingsfläche. Sie liegt im selben Haus und du musst nirgends neu anfangen.

Wie viel klare Kriterien für die Rückkehr ausmachen, zeigt eine Studie mit Sportlern nach einer Kreuzband-Operation:

38 % derjenigen, die ohne bestandene Tests in den Sport zurückkehrten, verletzten sich erneut am Knie
6 % waren es bei denen, die vorher alle Tests bestanden hatten
84 % geringer war damit das Risiko einer erneuten Knieverletzung

Quelle: Grindem et al., British Journal of Sports Medicine 2016, Delaware-Oslo ACL Cohort Study.

Return to Sport

Vier Stufen zurück in den Sport

Der Weg zurück verläuft in Stufen. Die ersten beiden gehören in die Physiotherapie, die letzten beiden auf die Trainingsfläche. Wie lange jede dauert, hängt von der Verletzung und von dem Sport ab, in den du zurückwillst.

Stufe 1 und 2

In der Physiotherapie

Mit Rezept

Hier geht es um die Grundlage. Die verletzte Struktur soll wieder mitarbeiten und die betroffene Seite soll aufholen. Auf dieser Basis baut alles Weitere auf.

  • Bewegung wiederherstellen: Beweglichkeit, Ansteuerung und schmerzarme Bewegung im vollen Umfang.
  • Kraft aufbauen: Die betroffene Seite ist fast immer schwächer als die andere, oft deutlicher und länger, als man vermutet. Wir vergleichen beide Seiten laufend.

Für dich, wenn die Verletzung noch Behandlung braucht.

Stufe 3 und 4

Im Personal Training

119 € · 50 Min.

Hier trennt sich Alltagsbelastbarkeit von Sportbelastbarkeit. Personal Training ist Training und keine Heilbehandlung. Deshalb bezahlst du es direkt und ohne Rezept.

  • Sportartspezifisch belasten: Springen, Landen, Abbremsen, Richtungswechsel und Drehung unter Last. Was du trainierst, richtet sich nach dem, was dein Sport verlangt.
  • Zurück in Training und Wettkampf: Du beginnst mit Training mit Einschränkungen, dann folgen volles Training und Wettkampf. Wir schauen jedes Mal, wie der Körper reagiert, auch in den Tagen danach.

Für dich, wenn der Alltag wieder geht, der Sport aber noch nicht.

Wann der Wechsel kommt, legen wir gemeinsam fest. Maßgeblich ist, was die verletzte Seite kann. Wenn du es vor der Rückkehr genau wissen willst, kannst du Kraft und Sprungverhalten beider Seiten auch messen lassen.

Wenn du wieder voll dabei bist, hältst du in unseren Kursen die Kraft, die du dir aufgebaut hast. Du trainierst dort in kleinen Gruppen mit höchstens acht Personen.

Wann ein Termin sinnvoll ist

Sportverletzungen: Situationen, mit denen Menschen zu uns kommen

Ob Physiotherapie der richtige nächste Schritt ist, klären wir im Gespräch. Diese Ausgangslagen begegnen uns häufig.

  • Nach einer Muskel- oder Sehnenverletzung
  • Nach einer Bänderverletzung an Sprunggelenk oder Knie
  • Belastungsaufbau nach einer Operation
  • Beschwerden, die nur bei sportlicher Belastung auftreten
  • Verletzungen, die sich in derselben Region wiederholen
  • Unsicherheit, ob die Belastung schon wieder trägt
  • Rückkehr nach längerer Pause ohne konkrete Verletzung
  • Der Wunsch, nach ärztlicher Abklärung aktiv weiterzuarbeiten
Alex Lutz leitet eine Übung am Seilzug an
Häufige Frage

Wann kann ich wieder einsteigen?

Das entscheidet dein Zustand. Zwei Menschen mit derselben Verletzung sind selten zur selben Zeit so weit, weil Vorgeschichte, Sportart und Trainingsstand mit hineinspielen.

Wir vereinbaren deshalb Kriterien. Sie beschreiben, was die verletzte Seite können muss, bevor der nächste Schritt kommt. Das kostet am Anfang etwas Geduld und senkt das Risiko, dass du nach kurzer Zeit wieder von vorne beginnst.

Der erste Termin

Wo du stehst und wohin du willst

Bei Sportverletzungen ist das Ziel besonders konkret. Deshalb klären wir früh, worauf wir hinarbeiten.

Verletzung und Verlauf

Wir besprechen, was passiert ist, wie es behandelt wurde und was seitdem möglich war. Befunde, Operationsberichte und ärztliche Vorgaben schauen wir uns gemeinsam an.

Dein Sport

Wir fragen, welchen Sport du machst, auf welchem Niveau und wie oft du trainierst und wann die nächste Saison oder der nächste Wettkampf ansteht. Daraus ergibt sich, worauf wir hinarbeiten.

Untersuchung und Seitenvergleich

Wir prüfen Beweglichkeit, Kraft und Stabilität und vergleichen die verletzte mit der gesunden Seite. Dieser Vergleich begleitet uns durch den gesamten Verlauf.

Plan festlegen

Du erfährst, auf welcher Stufe du stehst und was die nächste erfordert. Danach arbeiten wir im Behandlungsraum, auf der Trainingsfläche oder in beiden Bereichen.

Drei Phasen

Warum die dritte Phase hier das Ziel ist

Bei Sportverletzungen zeigt sich am deutlichsten, warum bei uns Behandlung und Belastungsaufbau zusammengehören. Auf die dritte Phase arbeiten wir von Anfang an hin.

Regulieren

Zuerst schauen wir uns an, was zusammenwirkt. Mit manuellen Techniken und gezielten Reizen schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass sich überhaupt etwas verändern kann.

Integrieren

Was sich gelöst hat, muss in Bewegung übergehen. Mit ausgewählten Übungen wird daraus etwas, das auch im Alltag trägt.

Performen

Zuletzt wird die neue Bewegung belastbar. Dabei geht es um mehr Kraft, mehr Sicherheit und mehr Reserve für Alltag, Beruf und Sport.

Wichtig zu wissen

Wann du zuerst zum Arzt gehen solltest

Physiotherapie ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei den folgenden Anzeichen sprich bitte zuerst mit deinem Arzt, auch dann, wenn du bereits einen Termin bei uns hast.

  • Das Gelenk lässt sich nach der Verletzung kaum belasten
  • Deutliche Schwellung, besonders wenn sie schnell entstanden ist
  • Ein hörbares Knacken im Moment der Verletzung
  • Sichtbare Fehlstellung oder ein instabiles Gefühl im Gelenk
  • Taubheit, Kribbeln oder nachlassende Kraft
  • Schmerz oder Schwellung in der Wade, besonders einseitig

Melde dich im Zweifel bei uns. Wir sagen dir offen, wenn etwas zuerst ärztlich abgeklärt werden sollte.

Verwandte Anlässe

Was häufig dazugehört

Termin vereinbaren

Mit Plan zurück in deinen Sport

Buche direkt online oder melde dich, wenn du vorher etwas klären möchtest. Wir sagen dir dann zum Beispiel, ob du mit Physiotherapie oder direkt im Personal Training einsteigst.

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